Nach Bangkok

Nach Bangkok

Von Pakse war es nicht mehr weit bis zur Grenze nach Thailand. Wir kamen problemlos durch die Grenze und freuten uns auf das neue Land. Da Sophia und Fabian etwas Velopause brauchten und ich noch einiges an Energie übrig hatte, entschieden wir uns, dass wir uns kurz nach der Grenze aufteilen und ich mit dem Velo nach Bangkok fahre, während sie mit dem Zug fahren. Ich hatte also einige Tage für mich alleine, aber auch eine rechte Strecke zurückzulegen, um rechtzeitig in Bangkok anzukommen.

Die meisten Tage waren nicht besonders spektakulär, ich fuhr vorbei an unzähligen Feldern, kleinen Dörfern und Kühen mit riesigen Ohren. Doch etwas, das in Thailand im Vergleich zu den anderen Ländern in Südostasien gar nicht schön ist, sind die vielen freilaufenden Hunde hier. Die gab es vorher zwar auch schon, doch aus irgendeinem Grund sind die Tiere hier einfach anders drauf, so kam es mehrmals täglich vor, dass ich mehrere Hunde hatte, welche mir nachsprinteten, mich anbellten, und mir teilweise ziemlich nah kamen und zubeissen wollten. Das machte die ganze Fahrt nicht gerade entspannend. Zum Glück wurde ich bisher noch nicht gebissen. Um etwas mehr Distanz zurückzulegen und auch mehr Distanz vor den Hunden zu haben, fuhr ich deshalb noch einige Tage auf der Hauptstrasse.

Das Highlight der Fahrt nach Bangkok war definitiv der Khao Yai Nationalpark. Im Park gibt es Elefanten, Königskobras, Affen und viele weitere Tiere. Bei der Durchfahrt merkte man richtig, wie belebt der Wald ist. Elefanten sah ich keine, lediglich jede Menge Elefantenmist. Eine Kobra sah ich im Nationalpark ebenfalls nicht, doch ein Tag zuvor sah ich eine riesige Schlange, halsdick und sicher 5 Meter lang, welche gerade über die Strasse schlängelte und im Gras verschwand. Auf dem Foto sieht man leider nur noch den Schwanz, welcher die Grösse der Schlange erahnen lässt.

Nach einer mühsamen Fahrt in die Stadt erreichte ich Bangkok sogar einen Tag früher als geplant. Sandro kam am nächsten Tag an und wir verbrachten einige Tage in der Grossstadt. Wir machten etwas Sightseeing mit Tempeln, aber auch Erholung mit Kinobesuch und vielen feinen Restaurants und Bars. Ich brauchte aber etwas Erholung vom vielen Velofahren und die Anderen waren auch noch nicht ganz fit, deshalb nahmen wir es locker und chillten mal einfach am Pool.

Wieder ziemlich erholt ging es heute los, weiter in Richtung Süden. Um besser gegen die Hunde ausgerüstet zu sein, haben wir nun alle Wasserpistolen in Griffnähe.