Auf dem Weg nach Kuala Lumpur

Auf dem Weg nach Kuala Lumpur

In Thailand kam ich gut voran, und ich hatte geplant, die Fähre um 11:30 nach Langkawi, Malaysia zu nehmen. An dem Tag hatte ich aber 60 Kilometer zwischen Hotelzimmer und Hafen, und ich wollte um 10 Uhr dort sein, also ging es früh los. Kurz nach 10 Uhr stand ich beim Hafen und musste feststellen, dass die Fähre an dem Tag erst um 14:30 Uhr losging. Naja, lieber zu früh als zu spät. Immerhin hatte es ein Café dort.

In Langkawi angekommen freute ich mich, ein neues Land zu entdecken. Es war angenehm, mal wieder eine Schrift mit lateinischen Buchstaben zu sehen, welche man immerhin lesen konnte. Das macht doch einiges einfacher. Ich machte am nächsten Tag eine Runde um die Insel Langkawi mit einem Zwischenstopp bei den "Seven Wells", wo es einige Treppen zu besteigen gab und man dafür mit einer schöner Aussicht belohnt wurde.

Am nächsten Tag ging es zurück auf die Fähre, um zum Festland zu kommen. Dort angekommen verlängerte ich meine Route extra um etwa 15 Kilometer, um bei "Arau" vorbeizukommen. Naja, viel hatte der Ort nicht zu bieten, aber für das Foto alleine lohnte es sich. Ich fuhr in zwei Tagen Richtung Süden bis nach Butterworth, um erneut mit der Fähre nach Georgetown zu gelangen.

In Georgetown war mal ein Tag Pause angesagt. Die Stadt ist sehr historisch und multikulturell, auch der grosse Einfluss der Kolonialzeit ist noch stark zu spüren. Ich geniesse vor allem das feine Essen und verbringe einige Zeit damit, eine passende Ersatzschraube zu suchen, weil mir eine verloren ging.

Es ging weiter in Richtung Taiping, einer Stadt, wo etwa 40% der Einwohner ethnische Chinesen sind. Das hatte ich herausgefunden, nachdem ich in einem Restaurant war mit ausschliesslich Chinesen und mich fragte, wie das kam. Der nächste Stopp war in Ipoh, einer grösseren Stadt etwas mehr im Landesinneren. Die Highlands waren von Ipoh aus sichtbar, und am nächsten Tag ging es knappe 2'000 Höhenmeter bergauf zu den Cameron Highlands. In den Highlands wird vor allem Tee angebaut, und sie sind ein beliebtes Ziel für Jungeltrekks. Ich war aber am nächsten Tag noch zu erschöpft von dem Anstieg, um auf so eine Wanderung zu gehen. Stattdessen genoss ich die kühlsten Temperaturen seit langem und kurierte meine Beine aus.

Die Abfahrt von den Highlands war genial, etwa 50 Kilometer lang konnte ich die kurvige Strasse hinunterfahren, bevor es wieder abflachte. Nun bin ich nur noch eine Tagesdistanz von Kuala Lumpur entfernt, und von dort ist es nicht mehr weit bis zum Endziel Singapur.